Deutschlands nervigste Wirtschaftsbosse

 

Ergebnis einer repräsentativen Befragung meiner Familie Im August 2004

 

(Andere Vorschläge? Bitte hier einwerfen)

 

 

Chefvolkswirte

 

Platz 1: Roland Berger

Erklärt als Vorzeige-Volkswirt von und bei Sabine Christiansen immer wieder, was in Deutschland noch alles getan werden müsste, um das Land endgültig zugrunde zu richten. Erstaunlicherweise trotz langer Flop-Reihe (ich sage nur: EXPO!) von keinem Selbstzweifel angekränkelt.

 

Platz 2: Hans-Werner Sinn

Der Chef des Münchner ifo-Instituts sieht sich als ordnungspolitisches Gewissen der Republik. Kritisiert dabei in Siebertscher Tradition immer nur das, was er nicht ändern kann (Tarifautonomie) und hält sich äußerst bedeckt, wenn es um politisch durchsetzbare Alternativen geht – Bestnote für vorgetäuschten Tiefgang.

 

Platz 3: Norbert Walter

Seit vielen Jahren auf Spitzenplätze für eitle Dummschwätzerei abonniert. Die Gottseidank stark zurückgegangene Medien-Präsenz des Chef-Volkswirts der Deutschen Bank (ein Dankeschön an jeden Journalisten, der ihn NICHT interviewt hat) führte zur Herabstufung.

 

 

 

Top-Manager

 

Platz 1: Joe Ackermann

V wie Victory! Und noch dazu dieses Grinsen – so darf ein Daniel Küblböck im Gerichtssaal auftreten, aber nicht der Chef der Deutschen Bank. Obwohl: Gemessen an den Entgleisungen seiner Vorgänger hält er wenigstens das Niveau.

 

Platz 2: Frank Bsirske

Harte innerfamiliäre Diskussionen: Darf man den Verdi-Boss als Top-Manager einordnen? Wenn ja, hat er für sein monotones Gequengel mindestens Platz Zwei verdient. Wenn nein, wo sonst? Der Kompromiss, einer Tarifauseinandersetzung würdig: Der Verdi-Bsirske hat hier nichts verloren – aber den Lufthansa-Aufsichtsrat Bsirske, den nehmen wir in die Wertung.

 

Platz 3: Klaus Esser

Behauptet noch immer steif und fest, dass man den Wert eines Unternehmens am Börsenkurs ablesen kann, und die Leistung der Manager an der Veränderung des Börsenwerts. Dass dann in den vergangenen vier Jahren alle deutschen Top-Manager als Wertvernichter dastehen, muss Esser nicht stören – er wird ja nie wieder einen Job als Manager kriegen.

 

 

 

Verquerdenker

 

Platz 1: Peter Hartz

Erfährt, wie furchtbar es sein kann, Eins zu Eins umgesetzt zu werden. Hat die sonderbare Idee, dass man Arbeitsplätze bei VW vererben möchte, wenn der Lohn dafür auf Hartz-IV-Niveau sinkt.

 

Platz 2: Wolfgang Grupp

Zurecht stolz darauf, nur in Deutschland zu produzieren. Zu unrecht der Meinung, dass man das jedem Deutschen siebzehnmal sagen muss.

 

Platz 3: Meinhard Miegel

Hat mit Deutschland schon lange fertig. Hoffentlich Deutschland auch bald mit ihm.

 

 

 

Werbe-Selbstdarsteller

 

Platz 1: Helmut Markwort

Bitte, nie mehr Fakten Fakten Fakten. Nicht immer nur an die Leser, auch mal an die Zuschauer denken.

 

Platz 2: Onkel Darboven

Sollte besser beim Polospielen bleiben.

 

Platz 3: Onkel Hipp

So soft wie seine Produkte, nur leider nicht so gut verträglich.